30. Juni 2017 Unser Umgang mit dem flexiblen Arbeitsmodell

Freitags ist sie nie da!

„Arbeite wann, wo und wie viel du willst!“ Auf diese Aussage ernten wir nicht nur Erstaunen und Bewunderung, sondern auch Skepsis und Argwohn. „Was die sich trauen. Das kann doch gar nicht funktionieren!“ Klar, so viel Mut polarisiert. Das ist uns bewusst. Vielleicht ist manchmal auch ein bißchen Neid im Spiel? Lesen Sie weiter. 

Uns ist bewusst: Wir haben das absolute Privileg, dass wir in unseren Jobs örtlich und auch zeitlich fast uneingeschränkt arbeiten können. Wir brauchen einen gut ausgestatteten Laptop, eine stabile Internetleitung, ein Telefon. That’s it. Für unsere Kunden ist es nicht relevant, von wo aus wir ans Telefon gehen oder ihre Mails beantworten. Für sie zählt ein gutes Ergebnis und eine reibungslose Zusammenarbeit.

Genau das sind die „Minimal-Auflagen“, die alle unsere Kollegen erfüllen müssen: die Gewährleistung von Erreichbarkeit und das Leisten guter Arbeit. Die Arbeitszeiten sind zwar aufgehoben, der Zeitraum der Erreichbarkeit muss aber in einem für unsere Kunden passenden Rahmen sein. Das bedeutet bei alto.: Montag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr. In dieser Zeit sind alle Kollegen erreichbar. Das lässt sich nicht nur für die Kunden leicht merken, sondern auch innerhalb der Kollegen. Denn, wenn der Eine bevorzugt in den frühen Morgenstunden arbeitet und ein Anderer erst nach Einbruch der Dunkelheit richtig in Fahrt kommt, dann wird jegliche Zusammenarbeit schwierig. Das ist ein weiterer Anspruch an unsere Kollegen: Verantwortung. Jeder trägt nicht nur die Verantwortung für seinen Projektabschnitt, sondern auch immer für das Projektziel. Das bedeutet, dass die Projektteams sich untereinander sehr gut abstimmen müssen. Der Anspruch an unsere Kommunikationsfähigkeit ist seit dem Aufweichen unserer Arbeitsgrenzen enorm gestiegen und fordert jeden Einzelnen täglich heraus: Wenn ich gerne abends arbeite, mein Projektkollege aber lieber morgens (oder samstags), ist es unerlässlich, dass ich mich während des Erreichbarkeitszeitraumes (9 bis 17 Uhr) mit ihm abspreche, da ich sonst den Projektfortschritt gefährde. 

Selbstorganisation, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortung – wir wissen, dass das hohe Ansprüche sind. Schließlich muss nebenbei auch noch gute Arbeit geleistet werden! Das ist einer der Gründe, warum wir uns bei alto. den „Luxus“ leisten, unsere Kreativen kreativ sein zu lassen und unsere Programmierer programmieren zu lassen. Die Fachkollegen dürfen den Großteil der Kundenkommunikation und des Projektmanagements an die extra dafür eingestellten Kollegen Silke und Frank abgeben. Darüber hinaus versorgen uns unsere Vertriebskollegen Hani und Pia mit neuen Projekten und unsere Buchhaltung sorgt dafür, dass man mit uns gerne Geschäfte macht.  

Und? Kommt dann überhaupt noch wer ins Büro? Interessanterweise ja. Das Gros der Kollegen ist im Erreichbarkeitszeitraum in der Agentur und arbeitet dort auch direkt. Und das ist absolut okay – jeder hat eine andere Vorstellung von Work-Life-Balance und jeder darf diese in den oben genannten Grenzen ausüben. Nicht jeder kann sich außerhalb des Büros gut organisieren oder hat einen Platz, an dem er konzentriert arbeiten kann. Dann gibt es Kollegen, wie Moritz und Daniel, die schätzen den Plausch über die Schreibtische und wieder andere, wie Lena und Olli, die sich freuen, wenn sie ihr Büro mal ganz für sich alleine haben. Manche arbeiten gerne alle Arbeiten am Stück „weg“, wie Nadine oder unterteilen sie in mehrere Schichten, wie Björn. Alles gut! 

Eins haben wir aber schon lernen müssen: neue Kollegen müssen die ersten Monate in der Agentur verbringen. Also, Montag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr ;-) Für das freie Arbeiten, die reibungslose Kollaboration und das gegenseitige Verständnis ist es unerlässlich, einige Zeit unseren Geist aufzusaugen und vor Ort zu erleben, wie wir arbeiten und wie wir ticken. Bevor man keinen alto. Stallgeruch aufweist, wird man nicht in die weite Welt entlassen! Bei allem technischen Fortschritt und hilfreichen Tools: der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen, wenn es um den Aufbau von Vertrauen geht. 

Übrigens arbeiten die meisten Kollegen 40 Stunden die Woche. Da wir alle die gleiche Anzahl an Stunden pro Woche haben und ein Großteil schon auf Schlafen, Essen und haushalten entfällt, sind der Möglichkeit, die 40 Stunden abzuleisten, natürliche Grenzen gesetzt. Wer also „freitags nie da“ sein möchte, der arbeitet einfach vor oder nach. Wer das nicht möchte, der darf seine Wochenarbeitszeit gerne anpassen: von 15 bis 48 Stunden ist bei uns alles möglich. Jeder Kollege entscheidet das nach Rücksprache mit den Kollegen alle halbe Jahre für das übernächste halbe Jahr. Ob man von Vollzeit auf Teilzeit reduziert oder von Teilzeit auf Vollzeit erhöht: wir versuchen alles zu ermöglichen. Wenn schon flexibel, dann in beide Richtungen. 

Wer jetzt noch neidisch ist: hier sind unsere offenen Positionen. Wer noch Fragen hat: hier geht’s zu den Kontaktmöglichkeiten.