Spotlight - Lena Spotlight - Lena

19. Dezember 2018 Spotlight

Spotlight - Lena

Hey, ich bin Lena, 35 Jahre alt, seit 15 Jahren in der Werbung (davon die Hälfte bei alto.), aber seit mindestens 30 Jahren kreativ tätig. 

Seit ich denken kann, sind mir Individualität und Selbstbestimmung hoch und heilig. Noch nie habe ich mich an Konventionen gehalten und bin bisher erstaunlich gut damit gefahren. Ich war immer “anders” und genauso haben mich andersartige Menschen immer fasziniert. Kein Wunder also, dass ich schnell Gefallen am Thema Branding fand. Denn Branding ist genau das: herauszufinden, was uns unterscheidet und die Unterschiede hervorzuheben. Vanille kann jeder, Pistazie ist der heiße Shice! 

Einer der unglücklichsten Tage meines Lebens war meine Einschulung. Entgegen meinem ausdrücklichen Willen musste ich ein Kleid und Lackschuhe tragen. Weil man das halt so macht. Heute trage ich gerne mal ein Kleid, weil man es nicht von mir erwartet. Ich überrasche gerne! Auch im Job ist eine meiner liebsten Beschäftigungen das Überraschen unserer Kunden: wenn ein spontaner Wow-Effekt beim Kunden eintritt, dann bin ich in meinem Element. Mein Tipp: Underpromise, overdeliver. Klappt immer.

Anders, als viele meiner Kollegen, bin ich kein Binge-Watcher. Die letzte Serie, die ich verschlungen habe (und immer und immer wieder gerne schaue und mitspreche) war Akte X. Ich bin eher vom Typ Binge-Lerner: ich “suchte” Business Bücher, Blogs, Webinare, Onlinekurse und so weiter. So unerträglich eine stark ausgeprägte Neugier manchmal auch ist, so nützlich ist sie, wenn es darum geht, seinen Horizont zu erweitern. Nach meiner Ausbildung zur Mediengestalterin habe ich ein Abendstudium zur Kommunikationswirtin angeschlossen, dann ein Bachelorstudium im Bereich BWL und Wirtschaftspsychlogie und kürzlich habe ich bei Ilja Grzeskowitz eine Ausbildung zum Change Coach absolviert. Dieser Mix hilft mir enorm, in Projekten die Vogelperspektive einzunehmen und das Big Picture zu sehen. Ich bin in meiner Position als Head of Design genau richtig, denn ich lebe auf, wenn ich neue Ideen entwickeln darf und Designlinien kreiere. Ich bin sehr dankbar, dass sich unsere Kompetenzen im Team so genial ergänzen!

Mein Sinn für Selbstbestimmung und mein breites Wissen über Kreativität und die menschliche Psyche führten dazu, dass wir bei alto. dazu übergegangen sind, flexibles Arbeiten zu ermöglichen. (Und vielleicht auch ein bißchen Hartnäckigkeit - so von Generation Y zu Generation X.) Kreativität entsteht nicht auf Abruf. Wenn sie allerdings strömt, sollte man sie auch nicht aufhalten, denn das befeuert wiederum andere Bereiche. Die überschüssige Energie bzw. die Ideen, die bei alto. nicht direkt umsetzbar sind, bringe ich in nebenberuflichen Projekten ein. Die Impulse von dort kommen natürlich auch alto. zugute. 

Abschließend möchte ich noch einen Geheim-Tipp aus dem Bereich Branding an alle Bewerber richten, die Lust haben, bei uns mitzuarbeiten: 
Finde unsere Schwachstellen! Überzeug uns davon, dass wir deine Skills brauchen! Rede nicht nur über dich, sondern vor allem über uns. Wie kannst du uns helfen? Eine Bewerbung ist wie eine Verkaufsunterlage: wenn ich mir die Stellen, die mich interessieren mühsam zusammensuchen (oder sogar selbst erschließen) muss, dann bin ich genervt. Mach die Dinge nicht so, wie man das halt macht, sondern wie du sie machen würdest.

Sei anders.