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KI-Bilder im E-Commerce: Produktshots ohne Fotoshooting

Braucht es jetzt noch ein Fotoshooting?

Nicht mehr zwingend. Für einen großen Teil der Produktfotos im E-Commerce reicht KI-Bildgenerierung heute völlig aus, meist sogar ohne Studio, Fotograf oder festen Shooting-Termin.

Der Grund, warum das für Sie relevant ist: Ein neues Produkt ist startklar und soll jetzt verkauft werden, aber es gibt noch keine anständigen Bilder dafür. Die müssen erst gemacht werden, und genau das kostet Zeit, die Sie eigentlich nicht haben. Bis dahin liegt das Produkt im Lager, statt im Shop zu sein. Es soll schließlich auch ansprechend präsentiert werden.

Diese Möglichkeit ist längst keine Notlösung für den Ausnahmefall mehr. Bei den Ergebnissen, die sich heute schon erzielen lassen, kann KI-Bildgenerierung ein fester Bestandteil Ihrer E-Commerce-Strategie sein. Wer schnell an den Start will oder mit kleinerem Budget arbeitet, kommt damit erstaunlich weit.

Was das für Sie bedeutet

Aus ein paar guten Basis-Fotos Ihres Produkts wird eine ganze Bilderstrecke. Andere Hintergründe, andere Lichtstimmung, ein neues Setting, ohne dass jemand ein Studio bucht. Dasselbe Produkt einmal auf Marmor, einmal im Eis, einmal in einer Hand. Alles aus demselben Ausgangsfoto.

Auch Details, für die man früher aufwändige Aufbauten oder CGI gebraucht hat, sind kein Problem mehr: Kondenswasser an der kalten Dose, ein Hautbild mit sichtbaren Poren oder eine Faserstruktur, die im Licht bricht. Und wenn Sie wollen, alles im gleichen Look, über die ganze Produktrange hinweg.

PS: Das Ausgangsfoto muss nicht einmal mit einer professionellen Kamera geschossen werden. Aber seien wir ehrlich: Empfehlenswert ist es trotzdem, um alle Details knackscharf einzufangen und der KI qualitativ hochwertige Bildinformationen zu geben. Die Planung und Organisation für die Erstellung des Basismaterials nehmen wir Ihnen übrigens gerne ab.

Ein Beispiel, das mit KI-Vorurteilen aufräumt

Dieses Beispiel zeigt genau die Schwächen, an denen KI-Bilder lange gescheitert sind. Feine Strukturen: Leder, Stoff und vor allem Hände, mit Fingern, Krümmungen und wie sich das Material beim Greifen spannt. Genau das galt lange als eines der größten Probleme der Technik. Heute hat KI das im Griff.

Kleinste Fasern, kleinste Körner, selbst Staubpartikel lassen sich mittlerweile detailgetreu abbilden, und das im individuellen Lichtsetting, hier zum Beispiel bei strahlendem Sonnenschein. Den Auftakt macht die Basisaufnahme: das Produkt einmal komplett von allen Seiten fotografiert. Mit dieser Aufnahme hat die KI alle Informationen, die sie benötigt: Struktur, Material, Beschaffenheit, Größenverhältnisse. So bleibt das Produkt über alle Aufnahmen hinweg konsistent.

Wenn das schon bei Händen funktioniert, einer der schwierigsten Aufgaben überhaupt, dann erst recht bei Ihrem Produkt. 

Nicht nur Neugenerierung: auch für die Bildbearbeitung geeignet

KI-Bilder heißt nicht, dass immer alles neu entsteht. Genauso gut lassen sich bestehende Aufnahmen bearbeiten und in eine neue Umgebung setzen. Ein Beispiel: Ein Produktfoto einer Couch, egal ob aus dem CAD-Programm oder aus dem Fotostudio, wird in ein fertig eingerichtetes Wohnzimmer gesetzt. Gleichzeitig ändert sich die Farbe des Bezugs, ohne dass die Couch neu fotografiert werden muss.

Für Möbel- und Einrichtungsshops ist das oft der praktischere Fall: Das Produkt bleibt exakt gleich, nur Umgebung und Farbe ändern sich. Und machen wir uns nichts vor: Die Farbvariante entsteht schon heute meistens per Photoshop, nicht durch ein neues Fotoshooting. Mit KI fällt jetzt auch dieser Bearbeitungsschritt weg.

Können Sie das jetzt einfach selbst machen?

Na ja, nicht wirklich. Ohne ein paar ordentliche Basis-Fotos als Ausgangsmaterial funktioniert nichts von alldem so richtig gut. Sie bleiben die Grundlage.

Und dann kommt das Prompting, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer einfach „Ich brauche ein Produktfoto" eintippt, bekommt den Standard zurück, der auf den ersten Blick nach KI aussieht. Und das kostet eine große Portion Vertrauen bei Ihren Kunden.

Es braucht mehr als ein Smartphone und einen kostenlosen ChatGPT-Zugang. Es braucht das Auge eines Profis: ein Gespür für Fotografie und Gestaltung, einen festgelegten Stil, eine Vorstellung von Licht und Perspektive, und das Wissen, wie Bilder wirken, wie sie werbliche Botschaften unterstützen und das Konsumverhalten steuern. Zwei Leute mit demselben Tool bekommen komplett unterschiedliche Ergebnisse, je nachdem, ob sie das mitbringen.

Kreativität ersetzt das trotzdem nicht. Eine Kampagne, eine Idee oder ein Konzept denkt sich nicht von allein aus. Natürlich kann KI in der Ideenfindung unterstützen, allerdings nicht die ganze Kreation übernehmen. Das Werkzeug liefert die Bilder, die Richtung geben Sie vor. Die KI ist die Kamera, nicht der Kopf dahinter – auch wenn viele meinen, dass KI sehr kreativ ist.

„KI ersetzt nicht die kreative Arbeit. Sie ist ein Hochleistungswerkzeug, das die Arbeit beschleunigt. Um herausragende Motive und Ergebnisse zu erzielen, muss man sich mit der Foto- und Werbethematik auskennen.“

Scheußliche Kampagne von Burger King: A.I.LLOWEEN

Ein schönes – oder besser gesagt – gruseliges Beispiel für genau diese Kreativität ist die A.I.LLOWEEN-Kampagne von Burger King France aus dem Jahr 2023. Die Agentur Buzzman ließ die KI mit einfachen Prompts wie „eine Frau isst einen Burger“ arbeiten und nutzte bewusst die Fehler, die die Technik damals noch hatte: zu viele Finger, doppelte Zungen, verzerrte Gesichter. Scheußlich, keine Frage, aber genau richtig für Halloween. Wer hätte freiwillig mit solchen Motiven gearbeitet, wenn nicht für genau diesen Anlass? Dazu gab es übrigens auch ein herrliches Video.

Was bedeutet das fürs Budget?

Ja, es spart Geld. Aber darum geht es nicht in erster Linie.

Ein Beispiel: Ein Produkt, imposant in Szene gesetzt auf einem schneebedeckten Berggipfel bei Sonnenaufgang. Früher brauchte es dafür Flüge, Anreise, Location-Scouting und ein Team vor Ort. Diese Anreise kann jetzt entfallen, das Motiv entsteht direkt am Rechner und wird damit auch einfacher erreichbar – und das sogar mit mehreren Locationwechseln. Es eröffnen sich also ganz neue Möglichkeiten, die vorher vielleicht auch gar nicht denkbar für Sie und Ihr Budget waren.

Der eigentliche Nutzen liegt also nicht darin, möglichst wenig auszugeben, sondern mit demselben Budget deutlich mehr zu erreichen. Dass es am Ende trotzdem günstiger wird, ist ein netter Nebeneffekt.

Die Erwartungen an gute Bilder werden dabei eher steigen als sinken, weil eben mehr möglich ist. Wer nur schnell etwas produzieren will, statt auf Konzept und Markenbotschaft zu achten, wird das merken. Abheben werden sich die, die ihr Budget nutzen, um insgesamt hochwertiger zu werden.

Wo die Grenzen liegen

Grenzen gibt es, aber anders, als man vielleicht denkt. Komplexe Szenen und feine Details sind längst kein Problem mehr, das haben die Beispiele oben gezeigt. Die eigentlichen Grenzen liegen woanders.

Zum einen beim Modell selbst. Jedes Modell hat seine eigenen Stärken und Schwächen. GPT Image 2 zum Beispiel tut sich schwer mit Kamera-Unschärfe, die wirkt schnell wolkig, und mit Strukturen wie Asphalt, Teer oder Teppich, die seltsam aussehen können. Nano Banana Pro kann genau das sehr gut, hat dafür aber Schwierigkeiten mit kleinen Texten im Bild, was wiederum GPT Image 2 gut beherrscht. Das sind nur zwei Beispiele von vielen, es gibt inzwischen eine ganze Reihe Modelle mit ganz unterschiedlichen Stärken. Welches Modell am Ende zum Einsatz kommt, macht den Unterschied.

Dazu kommt das Thema Charakterkonsistenz, ein eigenes, großes Thema für sich, das einen eigenen Artikel verdient hätte: Sehen Charaktere und Menschen über mehrere Bilder hinweg noch aus wie in echt, und welches Modell eignet sich dafür am besten. Besonders relevant wird das bei Mode und Kleidung, wenn Models Ihre Produkte tragen sollen. Wenn Sie das brauchen, sprechen Sie uns einfach an, damit kennen wir uns auch aus.

Und ganz grundsätzlich gilt: Ohne Referenz kann KI nichts erfinden, was es so noch nicht gesehen hat. Wie es im Inneren Ihres Unternehmens aussieht, weiß sie zum Beispiel nicht, dafür braucht sie echte Fotos und Videos als Grundlage. Und dann ist der Griff zum Handy, um den Fotografen anzurufen, oft tatsächlich der bessere Weg.

Trotzdem werden die Grenzen ständig kleiner. Was vor zwei Jahren noch überhaupt nicht ging, Hände zum Beispiel, funktioniert heute sehr zuverlässig.

Zwei Mitarbeiter einer Digitalagentur besprechen Projektdaten und Analysen am Computer in einem modernen Büro.

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Das Thema E-Commerce hört bei uns nicht bei den Bildern auf, wir begleiten auch das gesamte Shopsystem dahinter. Vereinbaren Sie gern einen Kennenlerntermin mit uns.