Kunde
Die Hahnemühle FineArt GmbH aus Dassel gehört im Bereich Künstler-, Foto- und FineArt-Inkjet-Papiere zu den international prägenden Anbietern. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt hochwertige Künstlerpapiere, Fotopapiere, FineArt-Inkjet-Papiere, Filterpapiere und weitere Spezialpapiere für kreative, fotografische, technische und analytische Anwendungen.
Aufgabe
Gemeinsam mit Hahnemühle sollten wir die Grundlage für einen internationalen eCommerce-Aufbau schaffen, der nicht bei einem einzelnen Shop stehen bleibt. Ziel war eine skalierbare Plattform, über die sich Geschäfts- und Endkunden in unterschiedlichen Märkten gezielt ansprechen lassen, ohne für jeden neuen Rollout wieder von vorn beginnen zu müssen.
Aus diesem Vorhaben entwickelte sich Schritt für Schritt eine wachsende Shop-Landschaft: zuerst eine B2B-Plattform für 47 Länder weltweit mit Fokus Europa, danach ein B2C-Shop für 27 Länder in Europa, ergänzt um weitere spezialisierte Setups für den britischen Markt, den französischsprachigen Raum sowie USA und Kanada. Inhaltlich musste die Plattform so angelegt sein, dass sie in Deutsch, Englisch und Französisch funktioniert und als technische Basis für den weiteren internationalen Ausbau dienen kann.
Projektinfos
Kunde:
Hahnemühle FineArt GmbH
Auftrag:
Konzeption & Beratung, Umsetzung eCommerce-Plattform, Schnittstellen
System:
Shopware 6 Beyond / Enterprise Edition
Website:
www.hahnemuehle.shop (B2C)
www.hahnemuehle.store (B2B)



Herausforderung
Ziel war nicht ein einzelner Online-Shop, sondern der Aufbau einer internationalen eCommerce-Plattform, die B2B und B2C gleichzeitig abbilden kann und für verschiedene Märkte geeignet ist. Das Projekt musste also so geplant werden, dass neue Länder und neue Shop-Varianten später nicht jedes Mal eine Neuentwicklung auslösen.
Die Komplexität lag vor allem in den Abhängigkeiten. Es ging nicht nur um Sprache, sondern um unterschiedliche Anforderungen je Markt, unterschiedliche Preis- und Nutzerlogiken und Prozesse, die sich je Zielgruppe unterscheiden. Dazu kam die Produktwelt selbst: Varianten, Hierarchien, Preislisten und Datenquellen mussten so strukturiert sein, dass sie in mehreren Shops genutzt werden können, ohne dass der Pflegeaufwand in die Höhe schießt.
Und wie bei großen Vorhaben üblich: Zum Projektstart standen nicht alle Detailanforderungen fest. Teile waren absehbar, anderes ergab sich erst im Verlauf der Etappen. Trotzdem musste der Zeitplan halten, weil die Plattform über einen klar definierten Zeitraum Schritt für Schritt ausgerollt werden sollte.



Herangehensweise
Wir starteten mit Analyse und Konzeption und haben daraus eine Roadmap abgeleitet, die das Vorhaben in Etappen unterteilt. Erst eine tragfähige Basis, dann Ausbau, dann Rollouts. Im Zuge dieser Vorarbeit fiel auch die Systementscheidung. Wir haben uns für Shopware 6 entschieden, weil sich damit ein skalierbarer Multi-Store-Ansatz und die Anforderungen aus B2B und B2C in einem gemeinsamen Setup abbilden lassen.
Roadmap und Plattformaufbau
Bevor die ersten Stores live gehen konnten, standen die Grundlagen im Fokus: Produktstruktur und Produkthierarchie, Variantenlogik, Preislisten und die Frage, welche Datenquelle für welche Informationen führend ist. Dazu gehörte auch, technische Artikeldaten aus dem ERP mit den Informationen aus der Produktdatenbank der Website zusammenzuführen und Importprozesse für Preislisten und Varianten vorzubereiten.
Technisch setzten wir auf eine zentrale Datenbasis, aus der einzelne Storefronts je Markt ausgespielt werden. Produkte, Inhalte und Medien wurden zentral gepflegt, während sich die Storefront pro Land gezielt anpassen ließ. Als Startmarkt setzten wir den UK-Shop um, weil der Endkundenbereich besonders sensibel ist und Nutzerführung, Performance und Bestellprozess dort einfach funktionieren müssen.
Agile Umsetzung in Jira
Die Umsetzung lief agil in Sprints, geplant und priorisiert in Jira. Aus der Roadmap wurden Epics und User Stories, die wir sprintweise konkretisierten und in Reviews überprüften. So ließ sich die Plattform Schritt für Schritt weiterentwickeln und parallel für weitere Märkte vorbereiten.
Zahlreiche Schnittstellen und Länderanforderungen
Ein wesentlicher Teil der Umsetzung waren außerdem die Integrationen, weil sich Abläufe je nach Markt unterscheiden. Für UK ging es unter anderem um die Verfügbarkeitsprüfung via Mintsoft, Payment über Stripe und PayPal sowie die kaufmännische Weiterverarbeitung über Xero. In anderen Märkten wurden zusätzlich ein AS/400-basiertes ERP für die Lagerverwaltung und ein Warehousemanagementsystem der Zufall Logistics Group für den Versand angebunden.
Ergänzt wurde das Setup durch Schnittstellen zu Microsoft Dynamics für die Newsletterfunktionen sowie durch ein zentrales Usermanagement für Single Sign-on. Als Erweiterung kam später die Länderauswahl zusätzlich zur Sprachauswahl dazu, damit je nach Markt unterschiedliche Preise ausgespielt werden konnten.




