Hochwertige Bilderdrucke in der Fertigung bei Hahnemühle

Hahnemühle FineArt

Haptische Produkte im digitalen Zeitalter

Website-Relaunch mit künstlicher Intelligenz

Papier meets digital. Seit 1584 stehen die Papiertechnologen von Hahnemühle FineArt für hochwertiges Papier. Das Unternehmen beweist, dass lange Tradition und haptische Produkte trotzdem ins digitale Zeitalter passen – sogar Künstliche Intelligenz (KI) kommt hier zum Einsatz. Seit vielen Jahren begleiten wir das Unternehmen bei digitalen Projekten. Jüngst wurde die Website einem Relaunch unterzogen. Prämisse hierbei: Das bestehende System sollte einen neuen modernen Look „übergestülpt“ bekommen. Die komplette Datenstruktur blieb beim Relaunch unverändert, obwohl sogar das Content-Management-System TYPO3 in diesem Schritt upgegradet wurde.

Beständige Systempflege

Seit Anfang der 2000er-Jahre kümmern wir uns um die Website des Global Players aus Dassel-Relliehausen. Neben großen Relaunches gab es auch immer wieder kleinere Anpassungen, Updates und Upgrades für Hahnemühle FineArt. Der jüngste Relaunch stellte uns vor eine neue Herausforderung. Der Kunde wünschte sich so wenig Arbeit wie möglich bei der Pflege des Inhalts. Denn der Inhalt bedurfte eher wenig Anpassungen, sodass der Aufwand hier flach gehalten werden sollte. Wir haben uns also primär um die Erstellung neuer Designtemplates in HTML für ein frisches Frontend gekümmert.

Modernes Design

Der Designprozess verlief sehr konstruktiv und das Erscheinungsbild wurde stark modernisiert. Bei allen Designoptionen wurde abgewägt, ob die Ziele ohne Bearbeitung der Inhalte im CMS möglich sein würden oder nicht. Wir konnten es tatsächlich erreichen, dass nur wenige Seiten redaktionell angefasst werden mussten, um den Relaunch durchzuführen.

Besonderheiten der Website

Die Website der Hahnemühle FineArt besteht allerdings nicht nur aus der „normalen“ Website. Im Hintergrund fungiert eine sehr umfangreiche Produktdatenbank, die die Inhaltsseiten speist. Für den jüngsten Relaunch haben wir zudem einige bisher ausgelagerte Insellösungen in die Website integriert. Das erleichtert den Pflege- und Wartungsaufwand.

Kalender-Wettbewerb

Eine Besonderheit auf der Website ist zum Beispiel der Kalenderwettbewerb, bei dem Künstler einmal jährlich ihre Beiträge zu einem vorgegebenen Thema einreichen können, die dann im jährlich erscheinenden Hahnemühle-Kalender veröffentlicht werden. Als einer der Platzhirsche im Bereich Künstlerpapiere ist die Veröffentlichung eines Werkes im Kalender eine echte Ehre.

Digitale Zertifizierung

Darüber hinaus ermöglicht das Unternehmen Künstlern, ihre Werke digital zertifizieren zu lassen und online zu verwalten. Dafür legen Künstler ein Profil an und loggen sich in einen geschützten Bereich ein, der sogenannten myartregistry. Künstler und Fotografen können damit ihre Werke schützen lassen und die Echtheit des Ursprungs belegen.

Hahnemühle FineArt ICC-Profile

Dem Kunden steht als besonderer Service eine Downloadfunktion auf der Website zur Verfügung: Er kann sich passende ICC-Profile für seinen speziellen Drucker herunterladen und installieren. Damit stellt er sicher, dass er die bestmögliche Qualität auf dem Hahnemühle FineArt-Papier erzielt. Dafür haben wir einen leicht bedienbaren Konfigurator entwickelt. Der Nutzer wählt den Hersteller, das Druckermodell und anschließend das entsprechende Papier aus und bekommt dann die passenden Dateien ausgegeben.

Ansicht vom Kalenderwettbewerb 2019 auf der Hahnemühle Website
Ansicht der My Art Registry Seite auf der Hahnemühle Website
Das Downloadcenter für ICC-Profile auf der Hahnemühle Website in mobiler Ansicht

Backendmodul für ICC-Profile

Grafik Typo3 in Kombination mit ICC-Profilen

Das Hinzufügen und Aktualisieren von ICC-Profildateien erfolgt im Backend von TYPO3. Dafür haben wir ein Backendmodul programmiert, mit dem die einzelnen Schritte möglichst einfach und ohne Fehlerpotenzial durchgeführt werden können. Der Redakteur lädt zuvor alle neuen Profildateien in ein FTP-Verzeichnis hoch und startet dann im TYPO3-Backend den ICC-Wizard.

KI für den ICC-Wizard

Wir haben hier tatsächlich diesen Namen gewählt, weil die eigentliche Arbeit wie von Zauberhand geschieht: Die Profildateien sind nach einem gewissen Schema benannt, um anhand des Namens auf das Papier und den Drucker schließen zu können. Für einen Menschen ist es dann sehr einfach, um zum Beispiel vom Namen „HFA_Can6300S_MK_PhotoRag.icc“ darauf zu schließen, dass dieses Profil für den Canon iPF 6300S und das Hahnemühle-Papier „Photo Rag“ ist. Die Intelligenz, die hierfür benötigt wird, haben wir dem ICC-Wizard entsprechend beigebracht. Das System ist dabei in der Lage, neue Papiersorten und Drucker zu erlernen. Wir bedienen uns hier aus dem Teilbereich Machine Learning aus dem großen Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Der Redakteur muss nur noch eingreifen, wenn das System über ein neues Papier oder einen neuen Drucker stolpert. Einmal beigebracht, kann der ICC-Wizard dann aber selbstständig das neu erlernte Wissen anwenden.

Händlersuche

Der Besucher hat auf der Website die Möglichkeit nach Händlern in seinem Umfeld zu schauen. Für die Händlersuche haben wir diverse Datensatzarten als Suchergebnisse, die auch unterschiedlich dargestellt werden sollen. Es gibt Händler, die die Artikel an den Endkunden verkaufen. Daneben gibt es noch die Distributoren, die den Vertrieb der Artikel vom Hersteller an die Fachhändler übernehmen. Außerdem gibt es noch den Vertriebsinnendienst mit unterschiedlichen Ansprechpartnern für die unterschiedlichen Regionen bzw. Länder der Erde.

Für den Kunden so einfach wie möglich

Für den Kunden soll die Händler-Suche immer Ergebnisse ausgeben. Im „schlimmsten“ Fall soll der Kontakt zum Vertriebsinnendienst ausgegeben werden. Dies haben wir folgendermaßen gelöst: Der Kunde gibt eine Adresse in das vorgesehene Eingabefeld ein. Sobald der Kunde Daten eingibt, verbindet sich die Website über eine Schnittstelle mit Google und ergänzt die Eingaben mit Auswahlmöglichkeiten zu Adressen auf der ganzen Welt. Ist die gewünschte Adresse schon dabei, kann sie per Klick ausgewählt werden. Unsere Programmierung erhält nun von Google die Koordinaten der gewählten Adresse und einige Zusatzinfos, insbesondere das Land, in dem sich die Adresse befindet. Nachdem der Kunde noch wählt, ob er Digital FineArt (zum Bedrucken) oder Traditional FineArt (für zum Beispiel Aquarellmalerei) sucht, werden die Suchkriterien im Hintergrund an den Hahnemühle-Webserver gesendet. Hier werden nun die 20 zur Eingabe nächstgelegenen Adressen (mit einer sinnvollen Maximalentfernung) ermittelt – auf Kundenwunsch grenzübergreifend. Die gefundenen Händler werden übersichtlich in einer interaktiven Karte angezeigt.

Eine intelligente Ergebnisliste

Sollten für eine Adresse keine Händler gefunden werden, sucht das System automatisch in der Datenbank für Distributoren. Da es nur verhältnismäßig wenige Distributoren je Land gibt, werden in diesem Fall alle zu dem Land gefundenen angezeigt. Der Kunde erhält einen Hinweis, dass kein Fachhändler gefunden wurde, er sich aber gern an einen der Distributoren wenden kann. Zusätzlich wird auch noch der Innendienst-Mitarbeiter, der für das gesuchte Land zuständig ist, mit ausgegeben.

Die Auswahl der Fachhändler und des Innendienstes erfolgt über das angegebene Land, das wir von Google für jede eingegebene Adresse übermittelt bekommen. Sollte auch kein Fachhändler gefunden werden, wird in jedem Fall immer der Mitarbeiter aus dem Vertriebsinnendienst als Kontaktmöglichkeit ausgegeben.

Geocodierung

Damit unsere Händlersuche die nächsten Händler finden kann, muss jede Adresse, die in dem TYPO3-System als Händler gespeichert wird, mit den entsprechenden geografischen Daten (Längen- und Breitengrad) erweitert werden. Da es unzumutbar ist, dass ein Redakteur für jede Adresse erst mal eine geografische Bestimmung für jeden Händler durchführt, klinkt sich unser Modul in den Speicherprozess im TYPO3-Backend ein. Unmittelbar vorm Abspeichern in der Datenbank verbindet sich unser System mit Google, um für die angegebene Adresse die Längen- und Breitengrade abzurufen. Freundlicherweise geht das alles so schnell und reibungslos, dass der Redakteur hiervon nichts merkt.

Gelegentlich spielen wir auch ganze Listen von Händler-Adressen ins System ein. Dann funktioniert das Einklinken in den Speicherprozess natürlich nicht. Aber auch hierfür haben wir eine Lösung, die innerhalb kurzer Zeit automatisch im Hintergrund die sogenannte Geocodierung durchführt.

Die Händlersuche auf der Hahnemühle Website in mobiler Ansicht

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Silke Kappey, Kundenbetreuerin

Silke Kappey

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